Spam-Studie: Fraunhofer-Institut untersucht Spam-Aufkommen bei kostenlosen E-Mail-Diensten

Spamaufkommen
Spamaufkommen

Kunden des E-Mail-Dienstes Yahoo bekommen mit nur 8 Mails pro Monat die wenigsten unerwünschten Werbemails. Nur knapp dahinter platziert sich Microsofts Service Hotmail mit 13 Stück. Bei GMX waren es schon gut 136 Stück! Zu diesem spannenden Ergebnis kam eine Studie des Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) aus Darmstadt.

Im Detail:
Das Institut untersuchte, wie stark man als Kunde der beliebtesten deutschen kostenfreien E-Mail-Dienste von unerwünschter Werbung betroffen ist. Google landete auf Platz drei der getesteten Anbieter, und die schlechtesten Bewertungen erhielten hierbei die Angebote von WEB.de und GMX.

95 Prozent aller E-Mails sind Spam:
Die Anbieter von E-Mail-Diensten versuchen, diesen elektronischen Werbemüll automatisch auszusortieren. „Wir wollten wissen, bei welchen E-Mail-Diensten man mit der kleinsten Anzahl von Spam zu rechnen hat“, sagt Studienleiter Dr. Markus Schneider vom Fraunhofer SIT. Dazu legten Testpersonen E-Mail-Accounts bei den kostenlosen Anbietern an und prüften anschließend, wie viel Werbung in den elektronischen Postfächern landete. Dazu zählen auch die Werbemails der Dienste-Anbieter selbst.
„Wir gehen nicht davon aus, dass man von dem eigenen Dienstanbieter lieber oder häufiger Werbung empfangen möchte als von anderen“,
sagt Schneider. Aber selbst wenn man diesen internen Spam vernachlässigt, erreichten die Test-Konten bei GMX noch 36 Mails, bei Web.de 21, bei Hotmail und Yahoo nur 10 bzw. 8 Mails.

Hintergrund Details:
Bei der Untersuchung wurde stark darauf geachtet, dass für alle betrachteten Dienstanbieter die gleichen Rahmenbedingungen gelten. Auch für die registrierten E-Mail-Adressen gab es genaue Regeln, wobei ein Teil der E-Mail-Adressen absichtlich im Internet publik gemacht wurde, damit sie von den Spam-Versendern gefunden werden konnten.
Die Studie wurde mit finanzieller Unterstützung von Microsoft erstellt und dauerte vier Wochen.

Produkt Marketing Manager Hotmail Christian Weghofer zur Studie:
„Mit der Beauftragung des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie verfolgten wir das Ziel, unsere Aktivitäten in den letzten Jahren im Bereich Spam-Abwehr einer externen Prüfung zu unterziehen. Das Ergebnis von Fraunhofer zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und die Änderungen, die wir bei Hotmail vorgenommen haben, fruchten. Zudem liefert es uns den Impuls, uns bei der Abwehr unerwünschter E-Mails Schritt für Schritt weiter zu verbessern.“

Die Studie kann kostenfrei unter diesem Link heruntergeladen werden.

Mit besten Grüßen aus Essen,
Jan-Philip Ziebold

3 Kommentare zu „Spam-Studie: Fraunhofer-Institut untersucht Spam-Aufkommen bei kostenlosen E-Mail-Diensten

  1. Hallo Philipp,
    wir bekommen ca 200 Spams pro Tag, 195 davon werden ausgefilter. Leider aber auch 2-3 die wichtig gewesen wären.

  2. Ich persöhnlich bin auch bei web.de angemeldet und bekomme nie spam nachrichten.
    Trotzdem ein interessanter bericht.

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